Reißverschluss in einen Kissenbezug einnähen
Ein Reißverschluss macht einen Kissenbezug abnehmbar und erleichtert je nach Material die Reinigung oder den Austausch der Füllung. Für ein sauberes Ergebnis sind Reißverschlusstyp, Position, Nahtzugabe und Stoffstärke wichtig.
Reißverschluss auswählen
Für viele Kissen eignet sich ein flexibler Kunststoff-Spiralreißverschluss. Die Öffnung sollte groß genug sein, damit Füllkissen oder Schaumstoff ohne starke Belastung der Nähte eingesetzt werden können. Bei feuchten Anwendungen müssen Reißverschluss und Stoff für diese Umgebung geeignet sein.
Vorbereitung
Schneiden Sie Vorder- und Rückseite mit ausreichender Nahtzugabe zu. Verwenden Sie passendes Garn, einen Reißverschlussfuß sowie Klammern oder Nadeln entsprechend dem Material. Bei Kunstleder können Nadeln bleibende Löcher hinterlassen.
Reißverschluss in der unteren Naht
Legen Sie die Stoffteile rechts auf rechts und markieren Sie den Bereich des Reißverschlusses. Nähen Sie die Nahtbereiche neben der Öffnung dauerhaft. Der Bereich über dem Reißverschluss kann mit einer leicht zu entfernenden Heftnaht geschlossen werden. Öffnen oder pressen Sie die Nahtzugaben entsprechend den Pflege- und Temperatureigenschaften des Stoffes.
Legen Sie den geschlossenen Reißverschluss mittig unter die Naht und fixieren Sie ihn. Nähen Sie mit dem Reißverschlussfuß an beiden Seiten gleichmäßig entlang und sichern Sie die Enden. Entfernen Sie anschließend vorsichtig die Heftstiche über den Zähnen.
Bezug schließen
Öffnen Sie den Reißverschluss teilweise, bevor Sie die übrigen Seiten nähen, damit der Bezug anschließend gewendet werden kann. Schneiden Sie Ecken nur so weit zurück, dass die Naht nicht beschädigt wird.
Typische Probleme
Wellen entstehen häufig durch Zug am Stoff oder Reißverschluss. Lassen Sie den Transporteur arbeiten und stabilisieren Sie dehnbare Stoffe bei Bedarf. Prüfen Sie außerdem, dass die Naht nicht in die Zähne gerät und die Öffnung für die Füllung ausreichend groß ist.